Vor Ort auf Elisabethenwörth: Ansgar Mayr informiert sich über das Integrierte Rheinprogramm
Wie lässt sich ein wirksamer Hochwasserschutz mit dem Erhalt wertvoller Natur- und Lebensräume vereinbaren? Dieser Frage widmete sich der CDU-Landtagsabgeordnete Ansgar Mayr gemeinsam mit rund 20 interessierten Bürgerinnen und Bürgern bei einem Vor-Ort-Termin auf der Rheininsel Elisabethenwörth. Im Mittelpunkt der Exkursion stand das Integrierte Rheinprogramm (IRP) und dessen Auswirkungen auf die Region.
Eingeladen hatte die Bürgerinitiative Paminaraum e. V., Ortsgruppe Dettenheim. Deren Vorsitzender Karl-Heinz Schmidt führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Rheininsel und erläuterte anschaulich die Hintergründe des Integrierten Rheinprogramms. Dabei spannte er den Bogen von der historischen Entwicklung des Oberrheins über die Veränderungen des Wasserstandes bis hin zu den heutigen Herausforderungen des Hochwasserschutzes und der Renaturierung der Auenlandschaften.
Das Integrierte Rheinprogramm verfolgt das Ziel, den Hochwasserschutz am Oberrhein nachhaltig zu verbessern und gleichzeitig die ökologisch wertvollen Auenlandschaften zu erhalten beziehungsweise weiterzuentwickeln. Durch den Ausbau des Rheins sind natürliche Überschwemmungsflächen verloren gegangen. Mit den geplanten Rückhalteräumen sollen diese teilweise wiederhergestellt und gleichzeitig die Sicherheit der Bevölkerung bei Hochwasser erhöht werden.
Während der rund 1,5 Kilometer langen Exkursion erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zahlreiche Einblicke in die Planungen rund um Elisabethenwörth. Dabei wurden sowohl die Bedeutung eines leistungsfähigen Hochwasserschutzes als auch die Auswirkungen der Maßnahmen auf Natur, Tierwelt und die angrenzenden Gemeinden intensiv diskutiert.
Begleitet wurde der Termin auch vom Bürgermeister der Gemeinde Dettenheim, Frank Bolz, sowie vom Bürgermeister der Stadt Philippsburg, Stefan Martus. Beide berichteten aus kommunaler Sicht über die Entwicklungen der vergangenen 15 Jahre und schilderten die Herausforderungen, mit denen die betroffenen Städte und Gemeinden im Zusammenhang mit dem Integrierten Rheinprogramm konfrontiert sind.
„Das Integrierte Rheinprogramm beschäftigt die Menschen in unserer Region seit vielen Jahren. Umso wichtiger ist es, sich nicht ausschließlich anhand von Unterlagen ein Bild zu machen, sondern direkt vor Ort mit den Verantwortlichen und den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen“, sagte Ansgar Mayr. „Nur wenn alle Perspektiven gehört werden, können wir politische Entscheidungen verantwortungsvoll begleiten.“
Mayr zeigte sich beeindruckt von der sachlichen und informativen Führung sowie vom großen Interesse der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. „Gerade bei einem Projekt dieser Größenordnung ist der offene Dialog unverzichtbar. Solche Vor-Ort-Termine helfen dabei, komplexe Zusammenhänge besser zu verstehen und die Anliegen der Menschen ernst zu nehmen. Für mich hat sich erneut bestätigt: Hochwasserschutz braucht kluge Lösungen. Statt einer Dammrückverlegung mit unkontrollierten Flutungen braucht es einen gesteuerten Polder – zum Schutz der Menschen, ihrer Immobilien und unserer einzigartigen Natur.“